Philharmonia Zürich

Die Philharmonia Zürich ist das Orchester des Opernhauses Zürich und wird seit 2012 von Generalmusikdirektor Fabio Luisi geleitet. Die Vorgänger von Fabio Luisi in der künstlerischen Leitung waren Ralf Weikert, Franz Welser-Möst und Daniele Gatti. Viele renommierte Dirigentenpersönlichkeiten standen und stehen regelmässig am Pult der Philharmonia Zürich und haben den 1985 nach dem Ende des traditionsreichen Tonhalle- und Theaterorchesters entstandenen Klangkörper geprägt, darunter so hochkarätige Künstler wie Alain Altinoglu, Marco Armiliato, Teodor Currentzis, Christoph von Dohnányi, John Eliot Gardiner, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Ingo Metzmacher, Nello Santi und Simone Young. Das Repertoire der Philharmonia Zürich umfasst die ganze Bandbreite der Orchesterliteratur von der Barockmusik bis zur zeitgenössischen Musik. Pro Saison ist das Orchester in rund 250 Opern- und Ballettvorstellungen zu hören. Als Podium für das Konzertrepertoire werden zusätzlich die Philharmonischen Konzerte veranstaltet. Kammermusikkonzerte ergänzen das künstlerische Spektrum des Orchesters. Eine Besonderheit der Philharmonia Zürich ist das «Orchestra La Scintilla», ein Originalklangensemble, das sich aus Musikern der Philharmonia Zürich zusammensetzt und die Zürcher Kulturszene mit Opernaufführungen auf historischen Instrumenten bereichert. Es entstand aus der langjährigen Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt. Das «Orchestra La Scintilla» arbeitet mit Dirigenten wie William Christie, Marc Minkowski, Thomas Hengelbrock und Giovanni Antonini.

Fabio Luisi

Fabio Luisi, Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich, stammt aus Genua. 2011 wurde er zum Principal Conductor der Metropolitan Opera in New York ernannt, nachdem er dort bereits seit September 2010 als Principal Guest Conductor amtiert hatte. Von 2005 bis 2013 war er Chefdirigent der Wiener Symphoniker. Zuvor war Fabio Luisi Generalmusikdirektor der Staatskapelle Dresden und der Sächsischen Staatsoper (2007-2010), Künstlerischer Direktor und Chefdirigent des MDR Sinfonieorchesters Leipzig (1999-2007), Musikdirektor des Orchestre de la Suisse Romande (1997-2002), mit dem er zahlreiche CDs aufnahm (Poulenc, Respighi, Mahler, Liszt, eine Gesamtaufnahme der sinfonischen Werke von Arthur Honegger und Verdis Jérusalem und Alzira). Luisi war Chefdirigent des Tonkünstler-Orchesters Wien (1995-2000) und Künstlerischer Direktor der Grazer Symphoniker (1990-1996). Als Gastdirigent trat er mit folgenden Orchestern auf: Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks; Wiener Philharmoniker; Chicago Symphony Orchestra; Boston Symphony Orchestra; Philadelphia Orchestra; Cleveland Orchestra; San Francisco Symphony; Concertgebouw Orchestra; Staatskapelle Berlin; Oslo Philharmonic Orchestra; Orchestre de Paris; Philharmonia London; NHK Symphony, Tokio; Münchner Philharmoniker; Santa Cecilia Orchestra, Rom; Mahler Chamber Orchestra. Zudem ist er häufiger Gast an der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper, München, der Deutschen Oper, Berlin, sowie der Staatsoper Berlin. 2002 debütierte er bei den Salzburger Festspielen mit Richard Strauss’ Die Liebe der Danae und kehrte im folgenden Jahr mit Strauss’ Die Ägyptische Helena dorthin zurück. An der Met dirigierte er erstmals 2005 (Don Carlo). Im Jahr 2011 dirigierte Fabio Luisi Neuproduktionen von Don Giovanni, Siegfried und Götterdämmerung (2012) an der Met und dort ausserdem Das Rheingold, Ariadne auf Naxos, Rigoletto und Massenets Manon. Mit dieser Oper gab er auch sein Debüt am Teatro alla Scala di Milano. Am Royal Opera House Covent Garden debütierte er mit Aida, am Gran Teatre del Liceu in Barcelona mit Falstaff. Zudem leitete er eine USA-Tournee mit den Wiener Symphonikern. Am Opernhaus Zürich dirigierte Fabio Luisi bisher die Neuproduktionen von Jenůfa, Rigoletto, Don Giovanni, La straniera, Fidelio und Aida sowie die Wiederaufnahmen von Tosca, La bohème, Der Rosenkavalier und Don Carlo. Zu seinen CD-Aufnahmen gehören Verdis Aroldo, Bellinis I puritani sowie sämtliche Sinfonien und das Oratorium Das Buch mit sieben Siegeln des vergessenen österreichischen Komponisten Franz Schmidt. Ausserdem liegen verschiedene sinfonische Dichtungen von Richard Strauss und eine hochgelobte Aufnahme (Echo-Klassik-Preis 2009) von Bruckners 9. Sinfonie mit der Staatskapelle Dresden vor. Für die Einspielungen von Siegfried und Götterdämmerung mit dem Orchester der Met erhielt er einen Grammy, 2013 wurde ihm der begehrte italienische Kritikerpreis Premio Franco Abbiati und 2014 der Grifo d’Oro der Stadt Genua verliehen.

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